Die Börse bewegt sich nie in einer geraden Linie nach oben. Historisch gesehen pendelt der Aktienmarkt zwischen zwei extremen Marktphasen: Dem Bullenmarkt und dem Bärenmarkt. Zu verstehen, wie diese Mechanik funktioniert, ist der wichtigste Schutz vor fatalen emotionalen Entscheidungen.
Der Bullenmarkt (Hausse)
Ein Bullenmarkt beschreibt eine Periode anhaltend steigender Kurse (oft definiert als ein Anstieg von über 20 % nach einem vorherigen Tief).- Die Psyche: Investoren sind euphorisch, gierig und neigen zur Selbstüberschätzung (FOMO - Fear of missing out). Die Medien berichten von Traumrenditen.
- Die Gefahr: Man vergisst das Risiko und kauft oft zu extrem hohen Bewertungen teure Mode-Aktien statt solider Welt-ETFs.
- Die Psyche: Angst, Panik und Pessimismus dominieren. Das Depot ist tiefrot. Die Medien prognostizieren den Weltuntergang (Finanzkrise, Inflation, Kriege).
- Die Gefahr: Panikverkäufe. Man verkauft tief im Minus und realisiert die Buchverluste, bevor sich der Markt erholen kann. Wer im Tief verkauft, ist bei der anschließenden, oft sehr rasanten Erholung nicht mehr dabei.