Cashflow-Planung: Die Dividenden-Strategie
Viele Anleger investieren nicht nur für den langfristigen Kursgewinn, sondern wollen regelmäßige Erträge sehen. Dividenden-ETFs bieten hierfür eine komfortable Lösung. Doch ist "mehr Ausschüttung" immer auch "mehr Rendite"?
Was ist eine Dividenden-Strategie?
Das Ziel ist es, in Unternehmen zu investieren, die einen Teil ihrer Gewinne regelmäßig an die Aktionäre ausschütten. Dividenden-ETFs bündeln solche Unternehmen, die oft als besonders solide und "erwachsen" gelten (z.B. Nestlé, Johnson & Johnson oder Allianz).
Die zwei Arten von Dividenden-Indizes
1. Dividenden-Aristokraten: Diese Unternehmen haben ihre Dividende über Jahrzehnte hinweg stetig gesteigert. Hier steht Qualität und Zuverlässigkeit im Vordergrund.
2. Dividenden-Rendite: Diese Indizes wählen Firmen aus, die aktuell die höchste prozentuale Ausschüttung bieten. Hier locken hohe Cashflows, aber es besteht auch die Gefahr von "Value Traps" (Unternehmen mit sinkenden Kursen).
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Motivation: Regelmäßige Gutschriften auf dem Konto helfen psychologisch dabei, in Krisen an Bord zu bleiben.
- Passives Einkommen: Ideal für die Entnahmephase im Alter, um die Rente aufzubessern.
- Qualitätssignal: Nur Firmen, die echte Gewinne machen, können Dividenden zahlen.
- Steuern: Ausschüttungen müssen sofort versteuert werden (Abgeltungssteuer). Thesaurierende (wiederanlegende) ETFs bieten durch den Zinseszins-Effekt oft einen langfristigen Steuervorteil.
- Klumpenrisiko: Bestimmte Branchen (IT, Tech) zahlen oft keine Dividenden. Wer nur auf Dividenden setzt, vernachlässigt oft die wachstumsstärksten Unternehmen der Welt.